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16. Rhetorik-Wettbewerb in der Realschule Weissach – Tabea Fay holt sich den ersten Preis

16. Rhetorik-Wettbewerb in der Realschule Weissach – Tabea Fay holt sich den ersten Preis

 

Im Bildungszentrum Weissach fand dieses Jahr zum sechzehnten Mal der Abschlussabend des Rhetorikkurses der Realschule statt. Gesponsert wird der Rhetorikkurs traditionsgemäß vom Rotary Club Backnang Marbach und dem Förderverein des Weissacher Bildungszentrums. Schulleiter Jürgen Wörner begrüßte die Anwesenden und hob den Mut der Schüler hervor, sich einem so anspruchsvollen wie sportlichen Wettbewerb zu stellen. Die Rhetorik-Lehrerin Cornelia Ohst, die die Schüler an mehreren Nachmittagen trainiert und auf den Abend vorbereitet hatte, ging mit gutem Beispiel voran und sprach darüber, wie sich beim Rede-Training Selbstvertrauen bei den Redenden entwickle und man lerne, zu seiner eigenen Meinung zu stehen. Auch rief sie die Zuhörer dazu auf, sich auf die Gedankenwelt der Jugendlichen einzulassen.

Damit konnte der wichtigste Teil des Abends beginnen: der Wettbewerb. 24 Schüler hatten an den Seminarstunden teilgenommen, zwölf davon stellten in der Endrunde ihr Redetalent und das im Kurs Gelernte unter Beweis. Die selbstgewählten Themen der Schüler waren anspruchsvoll und zum Teil sehr persönlich; die Zuhörer wurden vielfach zum Nachdenken angeregt. Selina Wild hielt ihre Auftaktrede darüber, dass man sich im Leben Ziele setzen und dafür kämpfen müsse, sie zu erreichen. Joy Freygang schilderte die Bedeutung von Musik in ihrem Leben, Marie Pinkle prangerte die Massentierhaltung an und Rebecca Scheib sprach darüber, was ihr der Glaube gebe. Kim-Sara Grün redete über den Neid, Sarah Weiner stellte den Zuhörern die Verschmutzung der Meere vor Augen, Emily Ljubic erörterte aus origineller Perspektive das Thema „Die Jugend von heute“. Vanessa Pikart warnte vor den Gefahren des Internets, Lea Brkic hielt ein engagiertes Plädoyer für strengere Waffengesetze. Nina Raddatz wandte sich so entschieden wie nachvollziehbar gegen Tierversuche, Tabea Fay setzte sich kenntnisreich und reflektiert mit der angeblich klimafreundlichen Elektromobilität auseinander und Jana Pichatzek sprach, vom Üblichen abweichend, über Sexismus gegen Männer. Die sechsköpfige Jury hatte nun die Qual der Wahl, weil sowohl das inhaltliche wie auch das sprachliche Niveau der Vorträge insgesamt sehr hoch war und auch die Art der Darbietung jeweils überzeugte. Nina Raddatz kam mit ihrer anrührenden Rede auf Rang drei. Den zweiten Platz holte sich Selina Wild, die mit sicherer Sprachbeherrschung und gutem Auftreten für sich einnahm. Siegerin wurde Tabea Fay, die mit strukturierter Argumentation, klarer Logik und sicherer Beherrschung der Materie punkten konnte.

Alle Teilnehmer des Rhetorik-Kurses bekamen ein Zertifikat, die Sieger erhielten entsprechende Urkunden sowie ein Geldgeschenk vom Rotary Club. Dr. Hans-Jörg Pönitz, Vorstandsmitglied des Rotary Clubs Backnang Marbach, berichtete bei der Preisverleihung über die wichtigsten Jugenddienstaktivitäten des Clubs, Sommerferienlager für sozial benachteiligte Kinder, die Unterstützung des Albert Schweitzer-Kinderdorfs in Waldenbuch, Jugendaustauschaktivitäten oder eben die Ermöglichung von Rhetorik-Kursen an den Realschulen in Backnang, Marbach und Weissach. Die Veranstaltung, die von Realschullehrer Johannes Denning charmant moderiert wurde, klang mit leckeren Häppchen und Getränken aus, für die Schüler der Klasse 9e unter der Leitung der Lehrerinnen Thürmer, Palmer und Roth gesorgt hatten.

Am Schluss versammelten sich alle Kursteilnehmer auf der Bühne. Das Publikum dankte für die dargebrachte Leistung mit anhaltendem Applaus.

 

 

Zu Foto 1: Die Siegerinnen des Rhetorikkurses, Selina Wild, Tabea Fay und Nina Raddatz, zusammen mit Realschullehrer Denning, Rhetoriktrainerin Ohst und Dr. Pönitz vom Rotary Club Backnang Marbach.

 

Zu Foto 2: Alle Teilnehmer des Rhetorikkurses

(Fotos: A. Herold)